HL. Bestattungen - Trauerfeier
HL. Bestattungen - ...wo Menschlichkeit noch wichtig ist...

Trauerfeier  

Es gibt verschiedene Formen um sich von einem Menschen zu verabschieden, doch die Voraussetzung für alle Abschiede, ist die Vergebung. Die Trauerfeier ist ein einmaliges Ereignis und nicht wiederholbar. Sie soll noch einmal Liebe und Achtung widerspiegeln, die man dem verstorbenen Menschen im Leben entgegengebracht hat. Deshalb sollte die Feier so individuell wie möglich gestaltet werden. Gern können Sie sich daran beteiligen, denn auch das ist ein erster Schritt zur Bewältigung Ihrer Trauer. Wir sorgen für eine würdevolle Beerdigung, die Ihnen in guter Erinnerung bleiben wird, versprochen.  

Wir betreuen Sie persönlich bei jeder Abschiednahme und / oder Aufbahrung, sowie bei der Trauerfeier.  


Aufbahrung / Abschiednahme:
Bei einer Aufbahrung (auch Abschiednahme genannt) wird der Verstorbene noch einmal schön hergerichtet und zurechtgelegt, in einem Sarg aufgebahrt. Viele Angehörige verzichten bewusst auf eine Abschiednahme, weil Sie den Verstorbenen lieber so in Erinnerung behalten wollen, wie er zuletzt war. Aber gerade die Abschiednahme ist für den Trauerprozess enorm wichtig. Denn Sie finden dabei keinen entstellten Verstorbenen vor, sondern einen friedlich schlafenden. Es ist das letzte Mal, dass Sie Ihren lieben Angehörigen sehen, ihn streicheln und ihm sogar etwas mit in den Sarg legen können. Sie dürfen Fotos machen oder Kerzen anzünden. Manchmal gibt es auch unerledigte Dinge, die man dem Verstorben noch sagen möchte, eine Aufbahrung ermöglicht dieses. Der letzte Blick auf den Verstorbenen entscheidet mit über die Erinnerung in der wir ihn behalten werden. Wir halten uns dabei an folgende Worte: Ein Verstorbener darf nie so aussehen, dass ihm sein Anblick zu Lebzeiten, peinlich gewesen wäre.  

Dadurch, dass Sie Ihren verstorbenen Angehörigen noch einmal sehen und berühren können, akzeptieren und verstehen Sie das Geschehene besser. Vor dem Berühren brauchen Sie keine Angst zu haben, denn Verstorbene sind nur kalt und sondern nicht, wie oft noch vermutet „Leichengift“ ab. Vorsicht ist nur geboten, wenn eine ansteckende Krankheit vorlag, denn auch noch nach dem Tod kann diese weiterhin ansteckend sein. Auf den Friedhöfen in Zwickau kann man in etwa 30 Minuten Abschied nehmen. Dabei wird im Hintergrund leise Musik gespielt.      


Kleine Trauerfeier:
Die meisten Hinterbliebenen entscheiden sich für eine kleine Trauerfeier, wenn nur noch wenige Verwandte und Bekannte des Verstorbenen da sind. Manchmal sind auch nur noch der Ehegatte und das leibliche Kind vorhanden. Bei einer kleinen Feier, steht die Urne oder der Sarg in der Feierhalle. Auf Wunsch kann ein Bild des Verstorbenen aufgestellt werden. Ein Friedhofsmitarbeiter leitet die Feier mit einem Musikstück ein. Dann werden der Vor- und Nachname sowie das Geburts- und Sterbedatum genannt und ein weiteres Musikstück gespielt. Danach gehen Sie gemeinsam mit dem Friedhofsmitarbeiter an das Grab, in das die Urne oder der Sarg  beigesetzt werden soll. In etwa dauert dies 15 Minuten, ist aber würdevoller, als wenn die Urne oder der Sarg ohne Angehörige oder gleich am Grab in die Erde eingelassen wird. Nach der Zeremonie können Sie gern noch Streublumen oder Erde einwerfen und auch noch ein paar Worte sagen.      


Große Trauerfeier:
Diese Art der Trauerfeier ist etwas persönlicher und letztlich hilfreicher für den Trauerprozess. Sie lässt mehr Zeit für Worte, beispielsweise durch einen Geistlichen oder einen weltlichen Redner. Sollten Sie sich oder Bekannte emotional dazu in der Lage fühlen, dürfen Sie auch gern selbst eine Rede halten.  30 Minuten geben die Friedhöfe Ihnen dazu Zeit. Auch hier kann auf Wunsch ein Bild des Verstorbenen aufgestellt werden. Wenn Sie es möchten, legen wir ein Kondolenzbuch aus, in das sich die an der Trauerfeier teilnehmenden Personen eintragen können. Gern sammeln wir für Sie auch die Trauerkarten ein und übergeben Sie Ihnen im Anschluss an die Beerdigung. Sie dürfen sich gern aktiv an der Gestaltung der Trauerfeier beteiligen. Die Dekoration, die eigene Rede, ausgewählte Musikstücke und Rituale, gern dürfen Sie dies alles selbst durchführen. Auch ein Musiker oder Chor kann ein passendes Musikstück vortragen. Bedenken Sie bitte, dass die Trauerfeier für Ihren einmaligen verstorbenen Angehörigen organisiert wird und sie deshalb auch individuell und einmalig sein sollte. Es müssen auch keine typischen Trauerlieder mehr gespielt werden. Wenn der Verstorbene gern Rockmusik gehört hat, was spricht dann dagegen, auch bei der Trauerfeier Rockmusik zu spielen. Am Grab spricht der Geistliche oder weltliche Trauerredner noch ein paar Worte, danach wird die Urne oder der Sarg beigesetzt. Auch hier können Sie noch Streublumen oder Erde einwerfen oder selbst noch ein paar Worte sagen. Genau so, wie Ihr Angehöriger einst war, genau so soll alles sein, zu dessen Ehren, so dass Sie am Ende sagen können: „Genau so hätte er/sie es sich gewünscht“.      


Anonyme Beisetzung:
Anonyme Bestattungen finden ohne Urne (nur Aschekapsel), ohne Angehörige und ohne Beisetzungstermin statt. Nur Feuerbestattungen können anonym beigesetzt werden, keine Erdbestattungen. Die Urne wird im Gemeinschaftsgrab (Grüne Wiese) beigesetzt.         







Sie sollten etwa 20 Minuten vor dem Beginn der Trauerfeier erscheinen. Wir nehmen Ihnen und Ihren Trauergästen die Blumen ab und legen diese vor die Urne oder den Sarg. Sollte eine Kondolenzliste ausliegen, dann tragen Sie sich bitte dort ein, denn es ist für die Hinterbliebenen eine schöne spätere Erinnerung an diese Trauerfeier. Ebenso wissen diese dann, bei wem Sie sich für die erwiesene Anteilnahme bedanken sollten.  

In der Trauerhalle sind die vorderen Plätze für die Familie des Verstorbenen vorgesehen. Dahinter sitzen Freunde, Bekannte, Nachbarn und Kollegen.  

Schwarze Kleidung ist heute keine Pflicht mehr. Diese tragen meist nur die nächsten Angehörigen und die Trauergäste selbst tragen gedeckte Farben. Auch die Einhaltung des Trauerjahres hat nicht mehr die Bedeutung. Jeder soll für sich selbst entscheiden dürfen, wie lange und ob er Trauerkleidung tragen möchte. Trauer braucht keine Äußerlichkeiten.  

Nachdem der Redner oder Geistliche seine Trauerrede beendet hat, bittet er meist, die eigenen Blumen aufzunehmen und zur entsprechenden Grabstelle zu tragen.  

Nach der Trauerzeremonie wird das Grab, nach Entfernen der Angehörigen, geschlossen und die Blumen darauf gelegt.      







Es kommt 
Denk dir ein Bild: weites Meer
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel und gleitet hinaus in die offene See. Du siehst wie es kleiner und kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen verschwindet es. Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen.“ Ein anderer sagt: „Es kommt.“ Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts
anderes als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.
 Peter Streiff