HL. Bestattungen - Testament
HL. Bestattungen - ...wo Menschlichkeit noch wichtig ist...

Testament  

Ein Testament sollte immer handschriftlich geschrieben sein und die Überschrift „Testament“ tragen. Es muss auch immer mit vollem Vor- und Nachnamen unterschrieben und Ort und Datum angegeben werden. Wünsche zur Bestattung sollten nicht in einem Testament stehen, denn ein Testament wird erst nach der Beerdigung geöffnet!

Wer einmal erben soll, dass kann man selbst bestimmen. Man kann eine oder mehrere Personen benennen, aber auch karitative Institutionen oder Vereinigungen einsetzen. Sollten man ein Testament besitzen, dann ist man dazu  verpflichtet, es sofort nachdem der Sterbefall eingetreten ist, beim Amtsgericht einzureichen.      


Folgende Arten an Testamenten gibt es:  
Ehegatten-Testament (Berliner Testament):
Ehepartner können gemeinsam ein Testament verfassen, indem man sich gegenseitig zum Alleinerben einsetzt. Manchmal werden auch die Kinder des Längerlebenden als Erben eingesetzt.    


Privat-Testament:
Es muss eigenhändig handschriftlich verfasst werden, unter Angabe des Datums, des Ortes und der Unterschrift. Wird es nicht handschriftlich verfasst, ist es ungültig. Sehbehinderte dürfen solch ein Testament nicht verfassen, nur ein öffentliches. Man kann ein Privat-Testament jederzeit erneuern, wobei das zeitlich Letzte auch das Aktuellste ist. Man sollte es sicher, z.B. bei den Familienpapieren aufbewahren. Wenn man solch ein Testament beim Nachlassgericht hinterlegt, dann wird es später auf jeden Fall gefunden und geöffnet.   


Öffentliches Testament auch notarielles Testament:
Hierbei wird der letzte Wille zu Protokoll eines Notars erklärt. Das Testament wird dann beim Nachlassgericht hinterlegt.            





Im Zweifelsfall, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich an einen Rechtsanwalt oder Notar wenden, der Sie bei der Erstellung eines Testamentes berät, denn Formfehler im Testament führen zu einer Rechtsunwirksamkeit.







Kennst du das auch?
Kennst du das auch, dass manches Mal inmitten einer lauten Lust, bei einem Fest, in einem frohen Saal,du plötzlich Schweigen und hinweggehen musst? Dann legst du dich aufs Lager ohne Schlaf, wie Einer, den ein plötzlich Herzweh traf; Lust und Gelächter sind verstiebt wie Rauch, Du weinst, weinst ohne Halt –
Kennst du das auch? 
Hermann Hesse