HL. Bestattungen - Patientenverfügung
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Patientenverfügung  

Eine Patientenverfügung wird abgeschlossen, für den Fall, dass man nicht mehr wirksam seinen eigenen Willen erklären kann. Ebenso um bei einer zum Tod führenden Erkrankung, Verletzung oder Bewusstlosigkeit auf künstliche lebensverlängernde Maßnahmen zu verzichten und alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung zu nutzen.

Solch eine Verfügung entlastet die Angehörigen. Sollte man  einmal keine Patientenverfügung abgeschlossen haben, dann müssen die nächsten Angehörigen entscheiden, welche medizinischen und lebenserhaltenden Maßnahmen durchgeführt werden sollen.  

In eine Patientenverfügung sollte man schreiben, dass man sich selbst mit dem Thema Tod und den lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen eingehend beschäftigt hat. Grundsätzlich sollte diese auch immer handschriftlich verfasst, unterschrieben und alle zwei Jahre erneuert werden, auch die Unterschrift.

Außerdem sollte man mehrere Zeugen unterschreiben lassen, die bestätigen, dass kein Zwang durch Dritte beim Schreiben einer Patientenverfügung geschah und dass man über dieses Schriftstück gründlich nachgedacht hat.  

Patientenverfügungen bewahrt man zu Hause, bei einer Vertrauensperson oder auch bei einem Zeugen auf. Natürlich ist es auch möglich, sie bei einem Notar zu hinterlegen.    

Sehr viele Kliniken verlangen heute schon bei der Einweisung eine solche Verfügung.


In unserem Bestattungsinstitut finden Sie zu diesem Thema weitere Informationen.      





Gefährten oder Tod
Ein Weiser ging einmal übers Land und sah einen Mann,
der einen Johannisbrotbaum pflanzte.
Er blieb bei ihm stehen und  sah ihm zu und fragte:
„Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?“
Der Mann erwiderte: „in siebzig Jahren.“
Da sprach der Weise: „du Tor! Denkst du in siebzig Jahren
noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen?
Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt,
dass du dich ihrer erfreust in deinem Leben.“
Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: „Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume vor und aß von ihnen, ohne dass ich sie gepflanzt hätte, denn das hatten meine Väter getan.
Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel,
dass sie davon genießen. Wir Menschen mögen nur bestehen,
wenn einer dem anderen die Hand reicht.
Siehe, ich bin ein einfacher Mann, aber wir haben ein Sprichwort: Gefährten oder Tod!“ 
Jüdische Geschichte